Unterhalt & Reparatur
Bestehende Tore modernisieren
Nicht jedes Tor muss ersetzt werden. Oft lohnt sich die Modernisierung: ein zeitgemässer Antrieb, eine neue Steuerung oder bessere Sicherheitstechnik können den Unterhalt senken, die Sicherheit erhöhen und die Lebensdauer verlängern — ohne Neubau.
Weniger Unterhalt
Federloses Antriebssystem
Bei Sektionaltoren sind Torsionsfedern der grösste wiederkehrende Kostenpunkt: Sie sind Verschleissteile mit einer begrenzten Zahl an Lastwechseln und müssen ersetzt werden, bevor sie brechen.
Beim federlosen System entfallen sie ganz. Die Torsionsfedern werden entfernt und durch ein Walzenrohr oder eine Vollwelle mit Aufsteckantrieb ersetzt — der Antrieb trägt das Torblatt direkt.
Keine Torsionsfederwechsel mehr
Der wiederkehrende Unterhaltsposten entfällt.
Kein Torsionsfederbruch mehr
Die Torsionsfedern entfallen vollständig — und mit ihnen das Bruchrisiko.
Je mehr Bewegungen, desto schneller rechnet es sich
Besonders wirtschaftlich bei Toren mit hoher Zyklenzahl.
Wiederkehrende Federbrüche? Dann lohnt sich die Umrüstung.
Antriebsmodernisierung — wir denken das nächste Tor schon mit
Das ist der Unterschied zwischen einer Reparatur und einer Investition.
Wir legen den Antrieb für das künftige Tor aus.
Steht später einmal ein Torersatz an, bringt die neue Anlage je nach Bauart und Ausstattung oft mehr Gewicht mit. Deshalb legen wir einen neuen Antrieb mit Reserve für eine mögliche spätere Torlösung aus. Ergebnis: Beim Torersatz kann das Antriebssystem weiterverwendet werden, sofern es technisch geeignet, kompatibel und weiterhin zulässig ist.
Ein Antriebswechsel ist der ideale Zeitpunkt für die Umstellung auf ein federloses System. Steht der Wechsel ohnehin an, lassen sich beide Arbeiten kombinieren — der Aufwand fällt nur einmal an.
Was moderne Steuerungen können — und alte nicht
Moderne Sicherheitstechnik auswerten
Viele ältere Steuerungen können moderne Sicherheitskomponenten nicht sicher auswerten. Wer nachrüsten will, braucht deshalb meist beides — Steuerung und Sicherheitskomponente. Kompatibilität und Sicherheitsfunktion prüfen wir an der konkreten Anlage.
Fehlerdisplay
Die Steuerung zeigt den Fehler an. Das erleichtert die Fehlersuche und ermöglicht Fernunterstützung — der Servicetechniker ist schneller am Ziel oder gar nicht erst nötig.
Potenzialfreie Kontakte
Sie ermöglichen die Anbindung an Gebäudeleittechnik, Zutrittssysteme und Ampelsteuerungen.
Sicherheit bestehender Toranlagen überprüfen
Auch ältere kraftbetätigte Tore müssen sicher betrieben werden. Das Alter einer Anlage entbindet den Betreiber nicht davon, konkrete Gefährdungen zu beseitigen und die Mindestanforderungen der VUV einzuhalten.
- Art. 24 VUV
- In Betrieben dürfen nur Arbeitsmittel eingesetzt werden, die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmenden nicht gefährden.
- Beurteilung älterer Anlagen
- Ältere Arbeitsmittel werden grundsätzlich unter Berücksichtigung des beim ersten Inverkehrbringen geltenden Stands der Technik beurteilt — müssen aber mindestens die einschlägigen Anforderungen der VUV erfüllen (EKAS-Richtlinie 6512).
- SN EN 12453
- Enthält anerkannte Anforderungen an die Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore. Bei bestehenden Anlagen dient sie als technische Grundlage zur Beurteilung von Gefährdungen und geeigneten Schutzmassnahmen — eine vollständige Nachrüstung jeder Altanlage auf die aktuelle Normausgabe folgt daraus nicht automatisch.
- Art. 58 OR
- Der Werkeigentümer haftet für Schäden durch fehlerhafte Anlage oder mangelhaften Unterhalt. Regelmässige Prüfung, fachgerechte Instandhaltung und Dokumentation sind deshalb wesentlich.
Wann eine Nachrüstung sinnvoll ist
Ältere Schaltleisten, Druckwellensysteme oder einzelne Lichtschranken können — je nach Ausführung und Einbindung in die Steuerung — Lücken in der Absicherung aufweisen. Ob sie für Ihre Anlage ausreichen, lässt sich nicht pauschal sagen: Entscheidend sind Nutzung, auftretende Kräfte, Einbausituation und das Fehlerverhalten der Steuerung. Das beurteilen wir an Ihrer konkreten Anlage.
Ein geeignetes Lichtgitter kann ein grösseres Schutzfeld überwachen und den Personen- und Fahrzeugschutz verbessern — das kann Schäden und Ausfälle reduzieren. Voraussetzung sind eine sicherheitstechnisch geeignete Steuerung, fachgerechte Positionierung und die korrekte Einbindung in das Schutzkonzept.
Fachgerechte Planung und Dokumentation
Änderungen an Sicherheitsbauteilen oder an der Steuerung müssen fachgerecht geplant, geprüft und dokumentiert werden. Je nach Umfang kann eine erneute Risikobeurteilung erforderlich sein. Ob eine wesentliche Änderung vorliegt, ist im Einzelfall zu beurteilen — wir übernehmen das.
Ob Ihre Anlage die Anforderungen erfüllt, zeigt eine Beurteilung vor Ort. Bestandesaufnahme anfragen
Modernisieren oder ersetzen?
Wir sagen ehrlich, was sinnvoll ist:
- Modernisieren, wenn die Substanz gut ist und sich der Betrieb spürbar verbessern lässt.
- Ersetzen, wenn das Tor am Ende seiner Lebensdauer ist oder die Anforderungen nicht mehr erfüllbar sind.
Grundlage ist eine Bestandesaufnahme: Wir erfassen Zustand, Zyklen und Sicherheitstechnik und zeigen die Optionen mit Kosten — mehr dazu auf der Wartungsseite.
Modernisierung anfragen
Beschreiben Sie Ihre Anlage — wir prüfen, was sinnvoll ist, und offerieren vorab.
Häufige Fragen zur Modernisierung
Was bringt ein federloses Antriebssystem?
Die Torsionsfedern entfallen vollständig — damit kein Torsionsfederbruch und keine Federwechsel mehr. Je mehr Bewegungen das Tor macht, desto eher kann sich die Umrüstung rechnen.
Kann ich mein Sektionaltor auf federlos umrüsten?
Bei vielen Sektionaltoren ist die Umrüstung nach technischer Prüfung möglich. Ob sie bei Ihrer Anlage in Frage kommt, hängt von Torblatt, Gewicht, Konstruktion und Nutzung ab; Torgrösse und Gewicht bestimmen zudem die Ausführung (Walzenrohr oder Vollwelle) und die Antriebsgrösse. Wir prüfen die Anlage und offerieren.
Haben alte Tore Bestandsschutz?
Es gibt keinen Freipass für unsichere Anlagen — aber auch keine pauschale Nachrüstpflicht auf die neueste Norm. Ältere Tore werden grundsätzlich nach dem Stand der Technik zum Zeitpunkt des ersten Inverkehrbringens beurteilt und müssen zusätzlich die Mindestanforderungen der VUV erfüllen. Konkrete Gefährdungen müssen beseitigt werden — unabhängig vom Baujahr. Ob Ihre Anlage genügt, zeigt eine Beurteilung vor Ort.
Warum ein Lichtgitter statt einer Lichtschranke?
Ein Lichtgitter überwacht ein grösseres Schutzfeld als eine einzelne Lichtschranke. Ob es für Ihre Anlage die richtige Massnahme ist, ergibt sich aus der Beurteilung der konkreten Situation — Kräfte, Nutzung, Einbaulage und Steuerung.
Warum braucht es für ein Lichtgitter eine neue Steuerung?
Viele ältere Steuerungen können moderne Sicherheitskomponenten nicht sicher auswerten — Kompatibilität wird an der konkreten Anlage geprüft. Deshalb gehören Steuerung und Lichtgitter in der Regel zusammen.
Kann der neue Antrieb später am Ersatztor weiterverwendet werden?
Das kann möglich sein, wenn der Antrieb technisch geeignet, kompatibel und zum Zeitpunkt des Torersatzes weiterhin zulässig und sicher integrierbar ist. Wir berücksichtigen dies bereits bei der Auslegung, können die spätere Wiederverwendung aber erst am konkreten Ersatztor bestätigen.
Modernisieren Sie auch Tore anderer Hersteller?
Ja, herstellerunabhängig.
Verwandt: Wartungen · Reparaturen · Störung melden